Das kostenfreie Konzert von Yu?an Zillya ermöglicht Zuhörern einen barrierefreien Zugang zu traditioneller und moderner Musiksprache. Dzhemil Karikov spielt krimtatarische Melodien auf Saz, Ba?lama und Santur, während seine Tochter Nial Khalilova europäische Klangfarben mit dem Violoncello beisteuert. Natalia Rybka-Parkhomenko verbindet folkloristische Gesangstechniken mit zeitgenössischer Interpretation. Nach dem Auftritt diskutiert Birgit Ellinghaus mit den Künstlern in einer moderierten Runde persönliche Perspektiven und kreative Impulse. Konzert findet im Alte Oper Campus Frankfurt
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Klangfusion im Exil: anatolische, zentralasiatische und osteuropäische Elemente verschmolzen
Das Trio Yu?an Zillya verkörpert eine Brücke zwischen Ost und Okzident, indem Dzhemil Karikov mit Saz, Ba?lama und Santur urtümliche Krimklänge rekonstruiert. Nial Khalilova ergänzt diese Klangstrukturen mit ihrem behutsamen Violoncello-Spiel, während Natalia Rybka-Parkhomenko den Gesangspart übernimmt. Yu?an, das duftende Wegerichkraut, steht stellvertretend für kulturelle Unsterblichkeit. Gemeinsam reflektiert das Ensemble eine widerstandsfähige Musiktradition, die trotz Vertreibung lebendig weiterklingt. Ihr Mix aus orientalischen Skalen und klassischen Harmonien eröffnet faszinierende Hörerlebnisse mit neuartigen Klangräumen.
Kostenloses Kulturereignis am Hauptsitz des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten
Am Dienstag, dem 29. April, präsentieren das Amt für multikulturelle Angelegenheiten und der Alte Oper Campus Frankfurt ein kostenloses Konzert von 18:00 bis 19:30 Uhr am Standort Mainzer Landstraße 293. Die Veranstaltung gehört zur Gesprächsreihe „Musiken der Welt“ und erfordert aus organisatorischen Gründen eine Anmeldung per E-Mail unter amka.anmeldung@stadt-frankfurt.de. Der barrierefreie Veranstaltungsraum bietet ausreichend Sitzgelegenheiten. Teilnehmer genießen freien Eintritt und die Möglichkeit, persönlich direkt Fragen an die Künstler zu stellen.
Gespräch beleuchtet die Exil-Zusammenarbeit von Lviv und Karikovs Musikrecherchen
Im Nachgang des Auftritts führt Birgit Ellinghaus ein moderiertes Gespräch mit den drei Künstlerinnen und Künstlern, das rund eine halbe Stunde umfasst. In diesem Rahmen werden Dzhemil Karikovs akribische Untersuchungen zur Musiktradition der Krimtataren vorgestellt, der Ablauf der Zusammenarbeit im Exil von Lviv beschrieben und die zugrunde liegenden kreativen Strategien erläutert. Das Publikum erhält exklusive Informationen zu Quellen, Arrangements und persönlichen Motivationen hinter den Kompositionen. Fragen werden anschließend ausführlich beantwortet.
Ausdrucksstarker Celloklang trifft auf orientalische Melodien in zeitgenössischer Fusion
Die außergewöhnliche Instrumentenkombination aus Saz, Ba?lama, Santur, Violoncello und Gesang verbindet alte, oft vergessene Melodik mit zeitgenössischer Klanggestaltung. Das Ensemble schafft dabei kontrastreiche Soundmodule, in denen orientalische Tonleitern auf europäische Harmonien treffen und neue, fesselnde Klanglandschaften formen. Sowohl konservative Opernbesucher als auch Anhänger avantgardistischer Konzertformate erleben so eine innovative musikalische Sprachentwicklung. Diese künstlerische Fusion trägt maßgeblich zur Wiederbelebung und Weiterentwicklung historischer Musiktraditionen bei. Sie illustriert die Symbiose ferner Klangräume eindrucksvoll.
Freier Eintritt verbindet Publikum mit Musikern zu persönlichem Dialog
Der entgeltfreie Einlass fördert eine demokratische Kulturlandschaft, in der alle Bevölkerungsgruppen gleichberechtigt teilhaben. Er beugt sozialer Exklusion vor und erhöht die gesellschaftliche Teilhabe. Hochwertige Beschallungsanlagen und optimierte Akustik sichern eine exzellente Tonqualität, unabhängig von Sitzposition oder Raumgröße. Zudem entsteht eine kommunikative Plattform, auf der das Publikum direkt Anregungen, Kritik und Fragen zu kulturellen Traditionen sowie modernen Interpretationen einbringen kann und dabei sein Verständnis erweitert und nachhaltige Netzwerke mit Kreativen aufbaut.
Durch das Konzertprojekt Yu?an Zillya entsteht eine spannende Verbindung zwischen traditioneller Krimtatar-Musik und zeitgenössischer Klanggestaltung, die klassisches Cello, orientalische Saiteninstrumente und ausdrucksstarken Gesang vereint. Der kostenfreie Zugang im Alte Oper Campus garantiert breiter Teilhabe und unterstützt die inklusive Begegnung verschiedener Kulturen. Ein nachfolgend moderiertes Gespräch vertieft das Verständnis für Musikgeschichte, künstlerische Entscheidungsprozesse und interkulturelle Forschung. So entwickelt sich ein offenes Format, das Musikwissenschaft und Publikum in einen direkten Dialog bringt.

