Die Rückkehr von „Der Katalytofen“ auf die Hauptbühne am 16. Oktober 2026 erweitert den Rahmen für eine markant regionale Theatergeschichte. Ausgangspunkt ist ein Katalytofen aus dem Jahr 1970, dessen Weiterverkauf für einen Schrauber behördliche Folgen hat. Marco Süß überführt den Stoff in eine Mischung aus Satire, Erinnerungsarbeit und Ostpunk. Marvin Thiede und Udo Prucha spielen die Geschichte mit Blick auf erzgebirgische Eigenarten, Absurditäten und Konflikt zwischen Mensch und Verwaltung.
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Theater nimmt Katalytofen im Oktober wieder ins Programm auf

Wiederaufnahme: Der Katalytofen – Ein erzgebirgischer Western (Foto: Dirk Rückschloß)
Am Freitagabend, dem 16. Oktober 2026, zeigt das Eduard-von-Winterstein-Theater „Der Katalytofen“ um 19.30 Uhr in neuer räumlicher Gestaltung. Das Schauspiel wechselt nach seiner Spielzeit auf der Studiobühne auf die große Bühne des Hauses. Dort kann die Produktion ihre Themen umfangreicher entfalten. Die Handlung bewegt sich zwischen einem übersteigerten Behördenapparat, Gegenständen aus dem Alltag und Erinnerungen, die für viele Bewohner des Erzgebirges einen regionalen Bezug besitzen und persönliche Deutungen ermöglichen sollen.
Schrauber kämpft nach Ofenverkauf um behördlichen Entsorgungsnachweis für Katalytofen
Ein scheinbar gewöhnlicher Gegenstand aus DDR-Produktion wird für seinen Besitzer zum Auslöser eines juristischen Konflikts. Der erzgebirgische Schrauber möchte einen Katalytofen des Baujahrs 1970 verkaufen, den der VEB Kraftfahrzeugzubehör Magdeburg hergestellt hat. Statt Kaufinteressenten meldet sich die Staatsanwaltschaft. Sie behandelt den Fall als möglichen Verstoß gegen die Verordnung der Sanktionsbewehrung auf dem Gebiet der Chemikaliensicherheit. Um das Verfahren zu klären, muss der Mann den Verbleib des Ofens zuverlässig schriftlich dokumentieren.
Der Katalytofen führt durch Vergangenheit, Punk und Behördenirrsinn satirisch
Die Darstellung richtet den Blick auf die Bedeutung, die alte Gebrauchsgegenstände für ihre Besitzer haben können. Ein Katalytofen verweist hier nicht nur auf Technik und Entsorgung, sondern auch auf Erinnerungen an vergangene Lebensphasen. Die Atmosphäre verbindet regionale Erfahrungen mit musikalischer Unruhe und kulturellen Brüchen. Ostpunk sowie enttäuschende Einstufungen stehen für Konflikte, die über den Einzelfall hinausreichen. Gleichzeitig macht die satirische Zuspitzung den behördlichen Argwohn gegenüber Ofenbesitzern sichtbar. So gewinnt Geschichte.
Historischer Antikhandel wird zum Ort kultureller Veranstaltungen in Grünhainichen
Ralph Geisler, bekannt als Betreiber der Rochhausmühle Grünhainichen, schrieb die literarische Vorlage. Der von ihm geführte Antikhandel befindet sich in einem historischen Rahmen und ist gleichzeitig ein Ort für kulturelle Begegnungen. Das Programm umfasst Konzerte, Theateraufführungen sowie Literaturabende. Besucher begegnen dort nicht allein alten Gegenständen, sondern können auch Texte Geislers hören oder lesen. Marco Süß verarbeitete diese Grundlage zu einer Theaterfassung, die Bezüge von Handlung zur Wirklichkeit deutlich macht.
Marvin Thiede und Udo Prucha spielen Der Katalytofen gemeinsam
Marvin Thiede und Udo Prucha bilden das darstellerische Zentrum von „Der Katalytofen“. Ihre Besetzung mit nur zwei Schauspielern schafft Raum für die genaue Darstellung von Figuren und Konflikten. Im Verlauf der Behördenposse treten Wortwahl, Gesprächsrhythmus und Reaktionen besonders deutlich hervor. Die beiden Darsteller verbinden die skurrile Geschichte um einen Katalytofen mit erkennbaren Erfahrungen aus dem Erzgebirge. Dadurch bleibt der Stoff nah am Alltag und bietet dem Besucher einen klaren Zugang.
Karten kosten regulär 19 oder 22 Euro je Vorstellung
Das Angebot nach der Wiederaufnahme erstreckt sich über sechs Termine. Die Aufführungen am 20. November 2026, am 8. Januar 2027, am 22. Januar, am 16. April und am 7. Mai beginnen um 19.30 Uhr. Für Sonntag, den 21. Februar 2027, ist ein früherer Beginn um 18.00 Uhr angesetzt. Die Preisstruktur umfasst Karten zu 22 oder 19 Euro. Anspruch auf Ermäßigung haben unter anderem Ruheständler, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Schulkinder, Azubis und Studenten.
Abendkasse bietet zusätzlichen Kartenverkauf direkt am Spielort in Annaberg-Buchholz
Der Vorverkauf für die Theaterveranstaltung erfolgt über das Servicebüro der Erzgebirgischen Theater- und Orchester GmbH. Kunden erreichen die Verkaufsstelle am Markt 9 in 09456 Annaberg-Buchholz. Telefonisch werden Kartenwünsche unter 03733 1407-131 entgegengenommen. Per E-Mail ist der Kartenservice unter service@erzgebirgische.theater erreichbar. Die Internetseite www.erzgebirgische.theater ergänzt diese Wege mit Informationen und Verkaufsoptionen. Restkarten können Besucher an der Abendkasse erhalten. Die Vorstellung wird im Eduard-von-Winterstein-Theater, Buchholzer Str. 67, 09456 Annaberg-Buchholz, gespielt.
Die Produktion führt eine Rechtsangelegenheit mit der Kulturgeschichte des Erzgebirges zusammen. Ein Katalytofen aus dem Jahr 1970 wird zum Auslöser für Ermittlungen und Anforderungen. Daraus entwickelt sich eine Erzählung über Gegenstände, Erinnerungen und den Umgang mit Vorschriften. Ostpunk und pointierte Szenen setzen musikalische und komische Akzente. Die Aufführung auf der Bühne bietet mehr Raum für die Inszenierung. Zwei Darsteller sichern die Konzentration. Mehrere Termine und gestaffelte Kartenpreise ermöglichen Besuche regional.

