Mit einem breit gefächerten Ausstellungsprogramm setzt das Sprengel Museum Hannover Impulse für aktuelle Diskurse in der Kunst. Regelmäßig präsentieren Sonderausstellungen Positionen von Horst Antes über Maja Zipf bis Paul Mpagi Sepuya. Thematische Schwerpunkte variieren von Identität und Raum bis zu gesellschaftskritischen Fragestellungen. Durch die Kombination von klassischen Sammlungspräsentationen und externen Formaten wie performativen Stadtrauminterventionen entstehen vielfältige Dialoge zwischen historischen Avantgarden und zeitgenössischer Praxis. Mit interaktiven Installationen, multimedialen Modulen und Workshops.
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Retrospektive Gleichmann und Zipfs Emotional Support Objects erkunden Dunkelheit
Das Programm verbindet Horst Antes markante Kopffüßler, die spielerisch Identitäts- und Raumrhetorik verhandeln, mit Maja Zipfs Emotional Support Objects, die soziale Belastungen künstlerisch befragen. Paul Mpagi Sepuyas Fotografie erkundet die Ästhetik von Schwarzsein und Dunkelheit in vielschichtigen Kompositionen. Kaloki Nyamais imposante Calder-inspirierte Installationen thematisieren afrikanische Geschichtsfragmente. Farzane Vaziritabars performancebasierte Stadtrauminterventionen und Otto Gleichmanns Rückblick auf den Expressionismus ergänzen das interaktive Kunsterlebnis und fördern nachhaltige Einblicke in kunsthistorische wie zeitgenössische Diskurse.
Farzane Vaziritabar interpretiert Hannovers Roten Faden interaktiv, performativ neu
Besucher tauchen zunächst bei Horst Antes in ein Panorama aus rund 80 Gemälden ein, in dem die ikonischen Kopffüßler und abstrahierten Häuser als Projektionsflächen für persönliche und kollektive Raumvorstellungen fungieren. Im neu gestalteten Calder-Saal verwandelt Kaloki Nyamai historische afrikanische Erzählstoffe in großflächige, experimentelle Collagen mit dynamischer Wirkung. Parallel generiert Farzane Vaziritabar mit einer 105.000-Euro-Förderung interaktive Performancebeiträge entlang des roten Fadens, die partizipative Stadterkundungen initiieren. Sie hinterfragen etablierte Wahrnehmungsgewohnheiten nachhaltig intensiv.
Multimediale Dokumentation beleuchtet Künstlerbiografien im Nationalsozialismus und kontextualisiert Bestände
Ab dem 17. Mai ergänzt die Ausstellung „Mein lieber Schwan!“ die Sammlung um 170 Schlüsselwerke von Beckmann bis Picasso und Genzken. Zeitgleich eröffnet „Abenteuer Abstraktion“ in neunzehn Räumen einen kuratierten Rundgang, der Aspekte abstrakter Malerei und Skulptur in den Fokus rückt. Eine begleitende, multimediale Dokumentation rekonstruiert die Biografien im Nationalsozialismus und ordnet die Kunstwerke historisch ein. Die Hängung wurde deutlich gezielt überarbeitet, um fruchtbare Gegenüberstellungen zwischen Klassiker und Gegenwart herzustellen.
Günstige Online buchbare Kunstangebote stärken früh das künstlerische Interesse
Das Museum lädt fast täglich zu interaktiven Führungen ein, darunter „Kunst am Tage“ und „Mittags mit der Kunst“, in denen Besucher Werke von Christian Schad und Niki de Saint Phalle betrachten. Für Kinder gibt es Angebote wie „Sprengel Knirpse“ und ein Ferienkunstcamp, die spielerisch künstlerische Fähigkeiten fördern. Mit dem „Notfallkonzert“ und offenen Werkstätten können Besucher ungewöhnliche Medien ausprobieren. Die Programme sind online buchbar und kosten ab sechs Euro pro Führung.
Ermäßigter Eintritt, Online-Buchung und Kuratorenführungen für barrierefreie individuelle Erkundungen
Das Museum wartet mit einem digitalen Buchungssystem unter ticket.sprengel-museum.de auf, das rasche Reservierungen sowie Ermäßigungen für Schülerinnen, Gruppen und Senior ermöglicht. Parallel laden kostenlose Führungen Besucher dazu ein, Exponate intensiver zu erfassen. Durch barrierefreie Zugangswege, Raumnutzungen und mobile Sitzgelegenheiten profitieren Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Familien und Schulklassen genießen maßgeschneiderte Programme, während Hintergrundtexte als digitale Broschüren und Audioguides unabhängige Entdeckung selbstbestimmter Ausstellungspfade unterstützen. Rollstuhlgerechte Sanitärbereiche und Assistenz-App runden das barrierefreie Angebot ab.
Kunstpreis Hannes Malte Mahler vernetzt Künstler für urbane Performancekunst
Das Sprengel Museum initiiert mit Sprengel@feinkunst eine Plattform, die feinkunst e.V. und kommunale Gremien zusammenführt. Zipfs Ausstellung „Emotional Support Objects“ wird extern präsentiert und befasst sich mit ökologischer Krise sowie kapitalismuskritischer Reflexion. Ergänzend verleiht der Kunstpreis Hannes Malte Mahler – it is art(R) – Stipendien an internationale Talente. Performative Aktionen im Stadtraum fördern kulturelle Teilhabe und prägen das Selbstverständnis Hannovers als lebendige Kunstmetropole und etablieren innovative Formate für nachhaltige Stadtentwicklung.
Durch die Integration partizipativer Events, etwa performativer Stadtrauminstallationen und themenspezifischer Führungen, schafft das Sprengel Museum Hannover interaktive Lernräume. Hochkarätige Sonderausstellungen treffen auf kooperative Programme mit Kunstvereinen und urbanen Partnern. Die innovative Neuanordnung der Sammlungspräsentation lädt zu überraschenden Dialogen zwischen Klassischer Moderne und Gegenwartskunst ein. Mit barrierefreien Angeboten, digitalen Tools und externen Formaten bietet das Haus Kunstliebhabern nachhaltige Impulse und ganzheitliche Sinneserfahrungen. Diese umfassende Konzeption verbindet Forschung, Vermittlung und Gemeinschaftserlebnisse kontinuierlich.

