Im Mittelpunkt der 25. Internationalen Filmfestspiele Karlsruhe steht 2026 erstmals die IDIF-XR-Area in der Badischen Landesbibliothek. Zwölf XR-Produktionen verbinden Virtual, Augmented und Mixed Reality zu interaktiven innovativen Filmexperimenten. Ergänzt wird das Hauptprogramm von 156 Arthouse-Filmen aus 34 Ländern, das klassische und avantgardistische Formate vereint. Panels und Networking-Events fördern den fachlichen Austausch. Mit dem Filmpreis der Stadt Karlsruhe und dem Female Award werden kreative Projekte ausgezeichnet und das Independent-Kino nachhaltig gestärkt.
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Jubiläumsfestival zeigt 156 internationale Filme plus zwölf immersive XR-Produktionen

Katharina Oberkalkofen, Leitung Teaching Library (Foto: IDIF/Laila Tkotz)
Karlsruhe richtet vom 15. bis 19. April 2026 die Jubiläumsversion der INDEPENDENT DAYS aus und zeigt insgesamt 156 Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilme aus 34 Nationen. Klassische Arthouse-Produktionen treffen auf avantgardistische Formate, die das Spektrum unabhängigen Kinos abstecken. Als Neuzugang öffnet im Foyer der Badischen Landesbibliothek die IDIF-XR-Area und präsentiert zwölf Mixed-, Virtual- und Augmented-Reality-Erlebnisse, wodurch das Festival als Schlüsselplattform zeitgemäßer Filmkunst mit interaktiven Erzählansätzen fungiert und erhöht seine internationale Sichtbarkeit.
25 Jahre Independent Days bieten globale Bühne für Filmschaffende
Die INDEPENDENT DAYS agieren seit 25 Jahren als zentrale Plattform, auf der unabhängige Filmschaffende ihre Werke Fachbesuchern präsentieren. Das Festival organisiert Networking-Sessions, Workshops und Pitch-Events, um Regisseurinnen, Produzenten und Vertriebsvertretern gezielt den Markteintritt zu erleichtern. Durch fachspezifische Panels fördern die Veranstaltungen den Austausch und bauen ein internationales Branchennetzwerk auf. Gleichzeitig steigert das Format die Sichtbarkeit von Nischenproduktionen und eröffnet nachhaltige Distributions- und Festivalchancen für innovative Filmprojekte. Dabei wachsen internationale Kooperationsbeziehungen.
Besucher erleben experimentelles XR-Storytelling mit VR, AR und MR

Welche Besonderheiten bringen VR-Film-Produktionen mit sich? (Foto: IDIF/Laila Tkotz)
Die neu eingerichtete IDIF-XR-Area im Foyer der Badischen Landesbibliothek präsentiert zwölf Arbeiten, die Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality kombinieren. Das Publikum wird Teil interaktiver Narrationen, die über statische Leinwanddarstellungen hinausgehen und mit räumlichen, digitalen Elementen spielen. Während die Festivalbühne technische Machbarkeit und Vision vereint, erhalten Entwickler und Regisseurinnen konstruktives Feedback von Fachbesuchern, um Anwendungen zu optimieren und immersive Formate weiterzuentwickeln. So entsteht ein Dialog zwischen Kreativität und Innovation.
500-Euro-Publikumspreis und Female Award rücken unabhängige Vielfalt ins Rampenlicht
Der mit 1 500 Euro dotierte Filmpreis der Stadt Karlsruhe wird in einer Publikumsumfrage vergeben und honoriert die filmische Arbeit, die höchste Zuschauerresonanz erzeugt. Der Female Award ist mit 1 000 Euro dotiert und würdigt herausragende Leistungen von Regisseurinnen, um deren Sichtbarkeit zu steigern. Zusätzlich wird der UNESCO City of Media Arts Award als nicht dotierte Auszeichnung verliehen. Diese Preisstruktur unterstützt die Bindung des Publikums und die Vielfalt im unabhängigen Filmschaffen und stärkt Innovation.
Über tausend Einreichungen: Kuratoren wählen innovatives, gesellschaftlich relevantes Festivalprogramm
Die Auswahlkommission siftete mehr als 1.000 Einreichungen, um ein Programm zu gestalten, das gesellschaftliche Herausforderungen mit experimentellen Produktions- und Präsentationsformaten verbindet. Festivalleiter Dr. Oliver Langewitz erklärt: „Ein Festival ist kein Subventionsfall – es ist ein Kulturversprechen.“ Durch diese kuratorische Entscheidung unterstreicht das Festival seine Rolle als Plattform für zukunftsorientiertes Kino, das sowohl inhaltliche Brisanz als auch technologische Neuerungen fördert und wirksam sichtbar macht. Interessierte Filmemacher und internationale Gäste profitieren davon.
Internationale Experten diskutieren Storytelling, Produktion und Finanzierungsmöglichkeiten beim Festival

Preisstifter Johannes Riedel (BrightVox Studios) über die Bedeutung (Foto: IDIF/Laila Tkotz)
Im Rahmen ergänzender Foren wie Gesprächsrunden, interaktiven Panels und Speed-Networking werden internationale Fachleute zusammengeführt, um aktuelle Trends im Narrative Design zu analysieren. Produktionsverantwortliche erläutern Best Practices bei Planung, Dreh und Postproduktion, während Kommerzialisierungsstrategien sowie Finanzierungsmodelle detailliert vorgestellt und bewertet werden. Die strukturierte Interaktion fördert den Erfahrungsaustausch, generiert Kooperationsangebote und stärkt die Beziehungspflege zwischen Filmschaffenden, Produktionsfirmen und Verleihern langfristig über die Festivalwoche hinaus. Innovative Ideen entstehen und branchenübergreifende Partnerschaften werden initiiert.
Kurze Wege und persönliche Gespräche prägen lebendigen Festivaltreffpunkt SCHAUBURG
Die SCHAUBURG dient als zentraler Ort, an dem das Festivalpublikum unmittelbar in den kreativen Schaffensprozess eingebunden wird. Durch kurze Entfernungen zwischen Eingangsbereich, Kinosaal und Begegnungszonen entstehen natürliche Dialoge mit Filmemacherinnen, Produzenten und Darstellern. Bei anschließenden Fragerunden öffnen Regisseurinnen und Schauspieler ihre Perspektiven und gewähren exklusive Einblicke. Dieser intensive Austausch schafft bleibende emotionale Eindrücke, fördert das Gemeinschaftserlebnis und positioniert das Festival als offenen Treffpunkt für cineastische Enthusiastinnen und internationales Fachpublikum gleichermaßen.
Mit preisgekrönten Programmpunkten lädt die 25. Ausgabe der INDEPENDENT DAYS Filminteressierte zu intensiven Begegnungen ein: Als Publikumspreis wird der Filmpreis der Stadt Karlsruhe mit 1.500 Euro dotiert, während der Female Award Regisseurinnen mit 1.000 Euro prämiert. Ein UNESCO City of Media Arts Award rundet das Portfolio ab. Thematische Vielfalt, Diskussionsrunden und Q&A-Formate fördern Austausch und ermöglichen Filmschaffenden wertvolles Feedback aus einem internationalen Fachpublikum. Innovative XR-Produktionen erweitern zudem die kreativen Präsentationsmöglichkeiten.

