Picasso bald hinter Panzerglas?

31.03.2008 | München
Mit vorgehaltener Pistole erbeuteten Kunsträuber Anfang Februar in einem Zürcher Museum mehrere unersetzliche Gemälde. Der spektakuläre Fall zeugt von der zunehmenden Bedeutung einer adäquaten Absicherung wertvoller Kunstwerke

Der Blick der internationalen Kunstwelt ist seit dem 10. Februar auf Zürich gerichtet: Der spektakuläre Raubüberfall auf die Sammlung E. G. Bührle hält Museen, Stiftungen, private Kunstsammler in Atem. Aber auch in den Versicherungsgesellschaften wird seitdem über neue Strategien hinsichtlich Sicherheit, Deckungsumfang und Versicherungsart von öffentlichen und privaten Kunstsammlungen diskutiert.

Denn der Schaden nach einem der größten Kunstdiebstähle Europas ist enorm. Auf weit über 100 Millionen Euro wird der Wert der vier gestohlenen Gemälde geschätzt. Zwar sind zwei der berühmten Werke, "Blühende Kastanienzweige" von Vincent van Gogh und "Mohnblumen bei Vétheuil" von Claude Monet unter mysteriösen Umständen in einem Auto auf dem Parkplatz der psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli wieder aufgetaucht. Vom Edgar Degas-Gemälde "Ludovic Lepic und seine Töchter" sowie dem Cézanne-Meisterwerk "Der Knabe mit der roten Weste" fehlt jedoch nach wie vor jede Spur - wie auch von den Tätern.

Prävention ist oberstes Gebot

Nun stehen die privaten Kunstversicherungen wie "Art Privat" der Allianz im Mittelpunkt des Interesses. Die Nachfrage wird nach dem spektakulären Kunstraub weiter steigen, davon sind alle Experten gerade vom dem Hintergrund des boomenden Kunstmarkts überzeugt. Werke bekannter Künstler werden zu Höchstpreisen gehandelt wie selten zuvor und gelten als lohnendes Investment mit hohen Wachstumsraten.

Allerdings: Schätzungsweise mehr als zwei Drittel der Kunstliebhaber sind nach wie vor nicht angemessen versichert. Gerade was die Bewertung der Kunstgegenstände anbelangt, sind erhebliche Deckungslücken vorhanden. Die Allianz rät privaten Kunstsammlern und öffentlichen Einrichtungen deshalb, ihre Sicherheitssysteme eingehend zu überprüfen und spezielle Kunstversicherungen abzuschließen. Prävention ist oberstes Gebot, denn die Schäden können enorm sein, wie das Beispiel Zürich zeigt.

Allianz: Eigenes Team von Kunstsachverständigen

"Wir stellen immer wieder fest dass Sammlungen, aber auch normale Hausrate mit Kunstbesitz völlig unzureichend versichert sind", sagt Georg von Gumppenberg, Leiter "Art Privat" bei der Allianz Versicherungs-AG. "Daher bieten wir unseren Kunden an, dass unsere eigenen Kunstsachverständigen zu ihnen nach Hause kommen und kostenlose Schätzungen vornehmen."

Mittlerweile sind bei der Allianz in Deutschland bundesweit 13 Kunstsachverständige tätig. Das Prämienvolumen für Kunst in privater Hand liegt in Deutschland schätzungsweise bei rund 50 Millionen Euro. Die spezielle Kunst- und Hausratversicherung "Art Privat" bietet die Allianz in Deutschland seit sechs Jahren mit großem Erfolg an. "Außer uns hat nur eine Handvoll anderer deutscher Gesellschaften eine solche Versicherung mit eigenen Sachverständigen", sagt Gumppenberg.

Dieser Artikel stammt aus dem Presseservice der Allianz Deutschland AG für Journalisten. Der Presseservice erscheint viermal im Jahr. Die neue Ausgabe steht oben auf dieser Seite zum Download bereit

Quelle: Pressemeldung Allianz SE

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