Kunst und Marken richtig in Szene gesetzt
Sie kommen aus Brasilien, Belgien, Griechenland, Bulgarien, aus Deutschland und aus der Schweiz: 20 neue Studierende, die im Oktober mit der zweijährigen Weiterbildung zum Master of Arts im Studiengang "bühnenbild szenischer raum" an der TU Berlin begonnen haben. Der weiterbildende Studiengang hat sich mit Beginn dieses Semesters inhaltlich neu ausgerichtet, um sein Ausbildungsspektrum zu erweitern. Er bildet jetzt auch Szenografen aus und ist damit einmalig in Deutschland.
Um die Anforderungen des Marktes für Bühnenbildner und Szenografen abzudecken, wurde der bisherige Masterstudiengang "Bühnenbild" vergangenes Jahr um den "Szenischen Raum" erweitert. Studiengangsleiterin ist Professor Kerstin Laube. "Szenische Räume sind nicht nur Bühnen im künstlerischen Sinne", sagt sie. "Eine wirkungsvolle Inszenierung von öffentlichen Räumen umfasst auch die Gestaltung von Messen, Ausstellungen, Kommunikations- und Event-Orten." Die Neuausrichtung des Studiengangs soll zwei dramaturgische Denkweisen miteinander verbinden: einerseits die Gestaltung von Bühnenraum für Oper, Theater, Tanz und Musical, andererseits die Präsentation und Inszenierung von Produkten und Marken für Unternehmen. So wird den künftigen Absolventen ein weit gefächertes Berufsspektrum eröffnet, sowohl im kunst- und kulturschaffenden Bereich als auch in der freien Wirtschaft.
Infoveranstaltung für neue Interessierte
Kooperationen mit Unternehmen, Kunst- und Kultureinrichtungen gewährleisten die Projekt- und Praxisarbeit. Gemeinsam mit den im TU-Hochhaus angesiedelten Telekom Laboratories wird beispielsweise ein Wettbewerbsergebnis aus dem Frühjahr 2008 verwirklicht: die Gestaltung des Eingangsbereichs dieses signifikanten Gebäudes in Berlin. Die Sieger-Studenten Jan Kertscher und Christoph Bukowski feilen derzeit an der Umsetzung dieses Foyerumbaus, zusammen mit dem Architekturbüro Anderhalten Architekten Berlin.
Mit dem Friedrichstadtpalast Berlin wird im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs das Bühnenbild für die neue Kinderrevue "Schneekönigin", die im Herbst 2009 Premiere hat, entworfen. Die Stiftung Stadtmuseum Berlin steht als Kooperationspartner hinter dem Wettbewerb zur Neuinszenierung des Altarraums in der Berliner Nikolaikirche mit lebensgroßen Engeln und anderen allegorischen Figuren, die vormals Teil des barocken Hochaltars waren. Ein großes Team von in Kunst, Kultur und Wirtschaft erfahrenen Dozenten beleuchtet zusammen mit den Studierenden die verschiedenen Aspekte der szenischen Gestaltung für die unterschiedlichen Anwendungen.
Der Praxisbezug wird überdies durch Exkursionen und Veranstaltungsbesuche hergestellt. So besichtigte der Studiengang kürzlich die Autostadt Wolfsburg, wo wichtige Details zum Thema Markenpräsentation erklärt wurden. Im Oktober konnten die Studierenden an der Generalprobe des vom Axel Springer Verlag initiierten "Goldenen Lenkrads" teilnehmen, um ihren Blick für Eventinszenierungen zu schärfen.
Eine Informationsveranstaltung für neue Interessenten findet am 13. Februar 2009 um 16 Uhr statt, Ackerstraße 71-76, studio 484. Bewerbungsschluss für den nächsten Jahrgang: Mitte Mai 2009
Quelle: Pressemeldung Technische Universität Berlin
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