Kosmetik, Kunst und Karitas

01.07.2010 | Hamburg
Unter dem Titel "Oscar Troplowitz - Sozialer Unternehmer und Kunstmäzen" widmet sich ab dem 4. Juli 2010 das jüdische Museum in Rendsburg dem außergewöhnlichen Leben des Nivea-Erfinders Oscar Troplowitz. Die Ausstellung präsentiert neben seinem unternehmerischen Wirken, bspw. der Etablierung so bekannter Marken wie Nivea, Labello und Leukoplast, auch seine Liebe zur Kunst und sein gemeinnütziges Engagement.

Bis zum 3. Oktober 2010 geben Ausstellungsstücke aus dem Beiersdorf-Archiv umfangreiche und seltene Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten und die imponierende Persönlichkeit des jüdischen Erfinders, Unternehmers, Kunstliebhabers und Mäzens Oscar Troplowitz.

"Oscar Troplowitz hat Beiersdorf und seine Umgebung wie kein anderer geprägt. Die Ausstellung stellt in beeindruckender Weise sein soziales Wirken in und außerhalb des Unternehmens dar und gibt in ihrem Umfang einen bis jetzt noch nicht gekannten Einblick in dieses außergewöhnliche Unternehmer- und Kunstliebhaberleben", sagt Thorsten Finke, Leiter des Beiersdorf-Archivs.

Mit dem humanistischen Anspruch, als Unternehmer auch Verantwortung für das Allgemeinwohl zu übernehmen, engagierte sich Troplowitz im sozialen, ehrenamtlichen und kulturellen Bereich. So war er in der Hamburger Kommunalpolitik eine maßgebliche Stimme für Bildung, kulturelle Erneuerung und die Verschönerung Hamburgs im frühen 20. Jahrhundert. Darüber hinaus förderte er die Künste seiner Stadt, unterstützte zahlreiche Künstler und baute eine bedeutende Kunstsammlung auf.

"Die Ausstellung im jüdischen Museum Rendsburg stellt mit Oscar Troplowitz einen bedeutenden Mäzen Norddeutschlands vor", erklärt Dr. Jürgen Fitschen, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Schloss Gottorf. "An seinem Wirken lässt sich veranschaulichen, welche Rolle Privatleute vor allem in der Kaiserzeit und der Weimarer Republik für die allgemeine Wohlfahrt hatten."

Den Grundstock für sein vielschichtiges Engagement legte der Apotheker Troplowitz 1890, als er von Paul C. Beiersdorf ein Labor zur Produktion von Wundpflastern mit elf Mitarbeitern übernahm. Als Troplowitz 1918 starb, hatte sich die kleine Firma bereits zu einem weltweit tätigen Unternehmen mit über fünfhundert Angestellten entwickelt. Mit dem richtigen Management von Beiersdorf-Erfindungen wie der Nivea Creme, Labello für die Lippenpflege und dem Wundpflaster Leukoplast legte Troplowitz die Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung des Beiersdorf-Konzerns. Beiersdorf ist heute Deutschlands größtes Kosmetikunternehmen und führt mit Nivea die weltweit größte Marke im Bereich der Hautpflege.

Quelle: Pressemeldung Beiersdorf AG

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