Kloster Dalheim ab 29. Oktober mit neuer Dauerausstellung

31.08.2010 | Münster
Einbau startet/ Eintrittspreise ab 6. September bis zur Eröffnung gesenkt

Am 29. Oktober eröffnet die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur unter dem Titel "Eingetreten! 1.700 Jahre Klosterkultur" ihre neue Dauerausstellung in der Klausur des ehemaligen Klosters Dalheim und in den neu geschaffenen Museumsräumen. Der Einbau startet am 6. September.

Da die Besichtigungsmöglichkeiten aus diesem Grund eingeschränkt sind - zu sehen sind Außengelände, Klostergärten und Säkularisationsausstellung - senkt das Museum bis zur Eröffnung seine Eintrittspreise. Für Erwachsene beträgt der Eintritt vom 6. September bis 28. Oktober 1,50 Euro, alle anderen (Kinder, ermäßigt, Gruppen ab 16 Personen) zahlen 1 Euro pro Person. Der Zugang zum Klosterwirtshaus bleibt wie bisher frei. Ab 1. November liegen die Eintrittspreise bei 6 Euro für Erwachsene, ermäßigt 3,50 Euro. Gruppen ab 16 Personen zahlen 4,80 Euro pro Person. Kinder von 6 bis 17 Jahren 2,20 Euro. Eine Familientageskarte kostet dann 13 Euro.

Ausgehend von den historischen Dalheimer Gegebenheiten macht die neue Dauerausstellung Raum und Funktion eines (mittelalterlichen) Klosters mit modernen Mitteln und Inszenierungen erlebbar; darunter zum Beispiel Kapitelsaal (Versammlungsraum), Refektorium (Speisesaal), Skriptorium (Schreibstube) oder Kalefaktorium (Wärmestube), aber auch Bibliothek oder Vorratskeller.

Die Schau in den neu errichteten Obergeschossen des Süd- und Ostflügels der Klosteranlage stellt die geschichtliche Entwicklung der Klosterkultur in den Vordergrund. Von den Wüstenvätern über die ersten klösterlichen Gemeinschaften, die Reformen des Mönchtums bis in die Gegenwart zeigt sie die Entwicklungen einer Kultur, die durch ein regelhaftes Leben in Verzicht und Stille gekennzeichnet ist, zu der immer auch mehr gehört als das benediktinische "Ora et labora" (lat. "Bete und arbeite").

Gezeigt werden insgesamt mehr als 200 Exponate aus 1.700 Jahren Klosterkultur, darunter auch typische Objekte aus dem klösterlichen Alltag: vom Geschirr aus Grabungen über liturgische Geräte und kostbare Messgewänder bis hin zu Altären und Tafelgemälden, Skulpturen, Bauplastik und Büchern. Aufwendige und detailgetreu gearbeitete Modelle bedeutender Klosteranlagen wie Cluny, Hirsau oder Melk verdeutlichen die Entwicklung der Ordensgemeinschaften in Europa. Filmmaterial - Dokumentationen und Interviews - zeigen Ordensleben gestern und heute.

Inszenierungen des renommierten und mehrfach preisgekrönten österreichischen Multimedia-Künstlers Peter Hans Felzmann erläutern zum einen den St. Galler Klosterplan und führen mittels neuester Mediatechniken in das Leben und die Regel des Hl. Benedikt und die Schöpfungsgeschichte

Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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