Deutsche Bank ist 2007 Hauptsponsor des Deutschen Pavillons auf der 52. Biennale Venedig
Tessen von Heydebreck, als Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG u.a. für das weltweite gesellschaftliche Engagement der Bank verantwortlich: "Der Deutsche Pavillon auf der Biennale in Venedig ist nicht nur das bedeutendste, sondern wohl auch das umstrittenste Forum für die Gegenwartskunst unseres Landes. Hier spiegeln sich nicht nur wegweisende künstlerische Positionen, sondern auch die unterschiedlichen Sichtweisen auf nationale Kultur und Geschichte wider. 2007 ist die Deutsche Bank erstmals Hauptsponsor des Pavillons. Dass Deutschland gerade in diesem Jahr von einer so kompromisslosen und herausragenden Künstlerin wie Isa Genzken repräsentiert wird, freut uns und entspricht unserer Ambition einer engagierten Förderung zeitgenössischer Kunst ganz besonders."
Für die Sammlung Deutsche Bank wurden erste Papierarbeiten und Fotoserien Genzkens schon zu Beginn der neunziger Jahre erworben und bis in die Gegenwart ergänzt. Seitdem gab es mehrfach Berührungspunkte mit den Kunstaktivitäten der Deutschen Bank. So entwickelte die Künstlerin für die Kunstreihe "Moment", mit der die Deutsche Bank Art temporäre Kunstwerke im öffentlichen Raum lanciert, den Projektvorschlag "Weltempfänger". Bereits zum dritten Mal nimmt Isa Genzken 2007 an skulptur projekte münster teil. Die Realisierung dieser Arbeit wird ebenfalls von der Deutschen Bank unterstützt.
"Ich habe mir schon oft vorgestellt, den Deutschen Pavillon zu bespielen. Vermutlich ist jetzt aber der beste Zeitpunkt, es wirklich zu tun. Dass ich es gemeinsam mit Nicolaus Schafhausen machen kann, freut mich sehr", äußerte Isa Genzken, für die mit dem deutschen Beitrag auf der Biennale ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging.
Nicolaus Schafhausen, Direktor des Witte de With, center for contemporary art in Rotterdam, der als Kommissar des Deutschen Pavillons Julian Heynen folgt, ging es bei seinem Votum für Isa Genzken um eine "Unangepasste", um jemanden, "dem Inhalte wichtig sind": "Mir fallen nur wenige ein, die Zeit und Realität so subtil und gesellschaftskritisch kommentieren, wie diese Künstlerin." Dass seine Wahl nicht auf einen Vertreter der jungen Künstlergeneration fiel, sondern auf die 1948 geborene Bildhauerin, die bereits 1992 und 2002 auf der documenta und auch mehrfach in Gruppenausstellungen auf der Biennale in Venedig vertreten war, soll Zeichen setzen.
Seit die 1948 geborene Genzken in den siebziger Jahren in der Weiterführung von Minimal Art ihre ersten abstrakten Skulpturen entwickelte, entzieht sich ihr kühles und häufig von formaler Strenge geprägtes Oeuvre eindeutigen Zuschreibungen und schließt Video, Fotografie, Film, Zeichnung, Collagen und Collagenbücher mit ein. Genzkens Werk setzt sich mit den traditionellen Themen der Skulptur auseinander - der Ordnung von Masse und Volumen, der Beziehung von Objekt, Raum und Betrachter. Dabei zielt es zugleich auf das Spannungsfeld zwischen Architektur, Werbung, Design und Medien und untersucht, wie die Wahrnehmung des öffentlichen Raumes unser Bewusstsein prägt und konditioniert. Indem die Künstlerin neben "klassischen" Baustoffen auch Alltagsutensilien wie Spiegelelemente, Plastikfolie oder Fundstücke für ihre skulpturale Arbeit nutzt, lädt sie ihre Installationen mit persönlichen, sozialen, architektonischen, institutionellen Referenzen auf.
Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG
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